Für die landesweite Ticketing-Lösung mit kontaklosen Karten hat sich die VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG für den sicheren Mikrocontroller-Chip für kontaktlose Smartcards, SmartMX von NXP, entschieden. Dieser wird künftig in Systemen für das elektronische Fahrgeldmanagement in Deutschland eingesetzt. Zusammen mit einem Karten- und Inlay-Hersteller wird das Unternehmen NXP die SmartMX Chips für rund acht Millionen kontaktlose Karten liefern, die bis 2012 in ganz Deutschland ausgegeben werden sollen.
Auf diese Weise entsteht eine einheitliche landesweite Ticketing-Lösung, die in allen Nahverkehrsnetzen genutzt wird. Die Sicherheitstechnologie für den SmartMX wurde im NXP Innovationszentrum in Hamburg entwickelt.
Die auf dem SmartMX basierende, elektronische Ticketing-Plattform wird nun von den deutschen Verkehrsunternehmen eingeführt und sorgt für mehr Effizienz im Betrieb. Die Fahrgäste können nun ein ebenso komfortables wie sicheres kontaktloses Ticketing-System nutzen, das in den vielfältigen öffentlichen Beförderungssystemen deutschlandweit funktioniert.
Die kontaktlose Mikrocontroller-Technologie von NXP wird in Smartcards (Prozessorkarten) integriert, die dann personalisiert werden. Die Lösung ist vollständig kompatibel zur VDV-Kernapplikation (VDV-KA), dem nationalen Daten- und Schnittstellen-Standard, der für das kontaktlose Fahrkartensystem und die automatische Fahrgeldentrichtung in Deutschland festgelegt wurde.
Die Entwicklung des Standards wurde vom Deutschen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert, um standardisierte elektronische Fahrkarten bereitzustellen, die in einer Vielzahl von Formaten genutzt werden können. Dazu gehören beispielsweise Smartcards, Bankkarten und mobile Endgeräte wie Handys. Darüber hinaus werden die Karten über die verschiedenen deutschen Verkehrsnetze hinweg landesweit sowie auch international interoperabel sein.
„Unsere Vision ist es, Fahrgästen eine komfortable und sichere elektronische Fahrkarte zu bieten, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel deutschlandweit funktioniert“, erläutert Jozef (Sjef) A. L. Janssen, Geschäftsführer der VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG und Leiter der Implementierung des neuen Verkehrssystem-Standards. „Nachdem wir zunächst den zentralen VDV-Kernapplikations-Standard definiert hatten, galt es eine Technologielösung zu finden, die den Betrieb in den Nahverkehrssystemen vereinheitlicht und verbessert. Gleichzeitig sollte die Nutzung der Technologie für den Kunden möglichst angenehm sein. Die SmartMX-basierte Plattform von NXP stellt für diese Ausschreibungskriterien die optimale Lösung dar. Sie hat sich weltweit in Anwendungen bewährt und bietet ein hohes Maß an Sicherheit sowie Interoperabilität zu bestehenden kontaktlosen Interface-Standards.“
„Die deutschlandweite Einführung unserer Technologie ist ein weiteres Beispiel für die weltweit bestehende Nachfrage nach führenden Smart-Chip-Lösungen von NXP. Wir verbessern damit die Effektivität der öffentlichen Verkehrssysteme und bieten den Fahrgästen gleichzeitig einmaligen Komfort“, erklärt Henri Ardevol, General Manager für automatisiertes Fahrgeldmanagement bei NXP. „Es freut uns, dass Betreiber und Nutzer öffentlicher Verkehrssysteme in Deutschland von der verbesserten Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit unserer kontaktlosen Mikrocontroller-ICs profitieren. Wir werden auch zukünftig bei Neuerungen beraten und unterstützen wie zum Beispiel beim mobilen Ticketing auf Basis der Near Field Communication (NFC).“
Die SmartMX-Chips von NXP erfüllen die strikten Sicherheitsvorschriften des VDV einschließlich der Public-Key-Kryptografie auf Basis des RSA-Algorithmus. Die SmartMX-ICs sind mit einer Reihe spezieller Sicherheits-Features wie etwa der kürzlich vorgestellten Secure Fetch™ Technologie ausgestattet, die Schutz gegen sämtliche Angriffs-Szenarien mit Licht und Laser bietet. Des Weiteren werden bestimmte Bereiche des Chips zusätzlich durch eine eigene Hardware-Firewall gesichert. In Deutschland wird die VDV-Kernapplikation (VDV-KA) bereits in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg sowie Schwäbisch-Hall und Ostalbkreis erfolgreich eingesetzt. In den kommenden Jahren sind zahlreiche weitere Projekte geplant - z.B. beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV).
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